KI-generiertAI-generatedMit IFRS 18 steht eine der der bedeutendsten Änderungen der Darstellung von IFRS-Abschlüssen der vergangenen Jahre bevor. Der neue Standard „Presentation and Disclosure in Financial Statements“ wurde vom IASB veröffentlicht und wird für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2027 laut EU-Verordnung verpflichtend (Verordnung - EU - 2026/338 - EN - EUR-Lex). Eine freiwillige vorzeitige Anwendung ist bereits für Geschäftsjahre ab 2026 möglich. Ziel ist es, die Vergleichbarkeit, Transparenz und Aussagekraft von Finanzberichten zu verbessern.
Auch wenn sich die zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsregeln nicht ändern, wird IFRS 18 die Art und Weise verändern, wie Unternehmen ihre finanzielle Performance präsentieren. Für CFOs, Finanzabteilungen und Reporting-Teams bedeutet das: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, Prozesse, Systeme und Berichtsstrukturen auf den Prüfstand zu stellen.
Der neue Standard ersetzt IAS 1 vollständig, übernimmt jedoch zahlreiche bestehende Anforderungen weitgehend unverändert und führt gleichzeitig eine klarere Struktur für die Darstellung der finanziellen Leistung ein. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören:
Eine zentrale Neuerung ist die Einführung klar definierter Kategorien in der Gewinn- und Verlustrechnung. IFRS 18 strukturiert die Erfolgsrechnung anhand der Kategorien Operating, Investing, Financing, Income Taxes und Discontinued Operations.
Zusätzlich führt IFRS 18 neue verpflichtende Zwischensummen ein, darunter das operative Ergebnis (Operating Profit or Loss) sowie das Ergebnis vor Finanzierung und Ertragsteuern (Profit or Loss before Financing and Income Taxes).
Durch diese strukturiertere Darstellung sollen Abschlüsse unterschiedlicher Unternehmen einfacher vergleichbar und die finanzielle Leistung transparenter dargestellt werden. Diese neue Gliederung wirkt über die Gewinn- und Verlustrechnung hinaus: Das operative Ergebnis wird neu zum Ausgangspunkt der Kapitalflussrechnung, und die Zuordnung von Erträgen und Aufwendungen zu den neuen Kategorien erfordert in vielen Fällen eine Überarbeitung des Kontenplans und der Mapping-Strukturen. Für Finanzteams bedeutet das: Die Umstellung ist kein reines Darstellungsthema, sondern berührt die zugrunde liegenden Datenstrukturen und Systeme.
Viele Unternehmen kommunizieren heute Kennzahlen wie „Adjusted EBITDA“ oder andere alternative Performance Measures. IFRS 18 verlangt künftig zusätzliche Offenlegungen für solche von der Unternehmensleitung definierten Leistungskennzahlen (Management-defined Performance Measures, MPMs). Neu ist zudem, dass diese Angaben im Anhang vom Wirtschaftsprüfer geprüft werden.
Unternehmen müssen nachvollziehbar erläutern, wie diese Kennzahlen berechnet werden und wie sie sich zu den IFRS-Werten verhalten.
Der Standard verschärft die Anforderungen daran, welche Informationen zusammengefasst und welche separat ausgewiesen werden müssen. Ziel ist es, wesentliche Informationen für Investoren besser sichtbar zu machen und die Lesbarkeit von Abschlüssen zu erhöhen.
Auf den ersten Blick erscheint IFRS 18 als reine Darstellungsänderung. In der Praxis betrifft die Umstellung jedoch zahlreiche Prozesse entlang der gesamten Reporting-Journey. 2027 ist dabei näher, als es auf den ersten Blick wirkt – und 2026 wird bereits zum entscheidenden Vergleichsjahr.
Was inhaltlich gilt – etwa welche Positionen in welche Kategorien einzuordnen sind oder welche Kennzahlen als Management-defined Performance Measures (MPMs) einzustufen sind – wird in der Regel gemeinsam mit dem Wirtschaftsprüfer bzw. im Rahmen der regulatorischen Auslegung festgelegt. Die konkrete Umsetzung in Datenmodelle, Berichtsstrukturen und digitale Formate ist anschließend ein operatives und technisches Thema. Genau hier setzt mms an.
Finanzteams müssen unter anderem:
Da die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst dargestellt werden müssen, benötigen Unternehmen bereits vor dem verpflichtenden Erstanwendungsjahr belastbare Vergleichsdaten. IFRS 18 verlangt bei der Erstanwendung eine Überleitung der bisher nach IAS 1 ausgewiesenen Beträge auf die neue Darstellung nach IFRS 18.
IFRS 18 zeigt: Regulatorische Änderungen betreffen nicht nur Inhalte, sondern vor allem die Art, wie Reporting organisatorisch und technisch umgesetzt wird – insbesondere in komplexen Unternehmensstrukturen.
Entscheidend wird sein, neue Anforderungen effizient in bestehende Reporting-Prozesse zu integrieren. mms unterstützt Unternehmen dabei, Finanzberichte, narrative Inhalte und regulatorische Veröffentlichungen auf einer zentralen Plattform zu erstellen und Änderungen konsistent über den gesamten Berichtsprozess hinweg umzusetzen.
Durch die Nutzung einer gemeinsamen Datenbasis lassen sich zudem Finanzberichte und regulatorische Formate wie ESEF/XBRL aus einem System heraus erstellen – konsistent, nachvollziehbar und effizient.
So wird IFRS 18 zum Ausgangspunkt für ein moderneres, integriertes Finanzreporting.
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